Vorzeichen des Erwachens

Wenn wir uns der Zone des Erwachens nähern, oder in sie eintreten, ist nichts mehr so, wie es früher zu sein schien. Wir befinden uns dann in einem geschützten, heiligen und zugleich höchst transformativen Prozess der Beschleunigung, des Aufstiegs, und bleiben doch weiterhin in unserem Körper.

Darin stiftet die Überlagerung einer alten zerfallenden Identität und das gleichzeitige Aufscheinen neuer und erweiterter Bewusstseinsstufen auf der Bühne des Verstandes allerlei krisenhafte Verwirrung. Hinzu kommen häufig physische Schwächephasen, materielle Enge, Einsamkeitserfahrungen. All das ist nur von temporärer Dauer, es wird vorübergehen.

In der äußeren Welt beginnen sich die gewohnten Lebensumstände langsam aufzulösen, und allmählich nähert sich der Zeitpunkt, an dem wir innerlich beschließen, das alte Haus zu verlassen und uns auf den Weg machen, ein neues Haus für uns zu suchen.

Abbruch der Karriere oder Wechsel des Arbeitsplatzes sind Ausdruck einer bereits begonnenen inneren Wandlung, die in den alten Lebensumständen keinen Raum mehr findet. Und wir werden noch einige Wechsel unserer Arbeitsplätze erleben, bis wir den neuen und uns gemäßen Ort in der Welt gefunden und eingenommen haben. Einer Welt, die ihrerseits ebenfalls tiefgreifenden Veränderungen unterworfen ist.

Wir erfahren, wie sich unsere langjährigen persönlichen Beziehungen lösen, seien es familiäre Bande, seien es Freunde oder Geschäftspartner. Unterhalb aller Trennungsschmerzen laufen in Wirklichkeit hier gerade unsere befristeten Seelenverträge aus, und wir lassen uralte karmische Zyklen hinter uns, vor uns eine Zukunft in Gesundheit, Fülle und freier schöpferischer Aktivität.

Wir empfinden eine abgrundtiefe Trauer, eine große Müdigkeit. Ja, das ist nun mal so, und es möchte liebevoll von uns erkannt und anerkannt werden, und fordert auch sein Recht auf Ausdruck. Dem müssen wir Raum geben und dürfen doch wartend erwarten. Es wird vorüber gehen.

Wir stellen zunehmend ungewöhnliche Schlafmuster bei uns fest. So werden wir immer häufiger in der Zeit zwischen 2.00 und 4.00 Uhr in der Nacht aufwachen. Wir sollten dann nicht im Bett bleiben, sondern rasch aufstehen und etwas tun.